Du hast einen Kinderwunsch und möchtest schwanger werden? Vielleicht hast du auch grad die Pille abgesetzt und möchtest wissen, ob dein Zyklus schon wieder rund läuft. Wenn du deinen Zyklus kennenlernen willst, ist es wichtig  zu wissen, wann du deinen Eisprung hast. Wie du erkennst, ob und wann du einen Eisprung hast, erkläre ich dir jetzt.

Beim Eisprung tritt die reife und befruchtungsfähige Eizelle aus dem Eierstock auf und wird vom Eileiter aufgenommen. Hier kann sie durch ein Spermium befruchtet werden. Du solltest den Tag deines Eisprungs kennen, wenn

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Bei einem 28-tägigen Zyklus tritt der Eisprung normalerweise in der Zyklusmitte, also am 14. Zyklustag auf. Ganz einfach oder? Nein, ist es tatsächlich nicht. Die Zykluslänge variiert nicht nur von Frau zu Frau, sondern kann sich auch bei einer Frau unterscheiden. Stress, schlechte Ernährung oder andere Faktoren beeinflussen das Hormonsystem, sodass der Zyklus länger oder kürzer ausfallen kann. Es gibt jedoch verschiedene mehr oder weniger sichere Anzeichen, die auf einen Eisprung hindeuten.

 

1. Veränderte Basaltemperatur

 

Wenn du deine Basaltemperatur über mehrere Zyklen genau beobachtest, wirst du ziemlich sicher wissen, wann du einen Eisprung hast. Hierfür misst du täglich für drei Minuten nach dem Aufwachen (vor dem Aufstehen!) deine Körpertemperatur mit einem geeigneten Thermometer* unter der Zunge oder in der Vagina. Wenn du diese Werte täglich in ein Zyklusblatt (hier gratis runterladen) einträgst, hast du eine Basaltemperaturkurve. In der ersten Zyklushälfte ist die Temperatur im Vergleich zur zweiten Zyklushälfte niedriger. Man spricht hier auch von einer Tieflage. Um den Eisprung herum steigt die Basaltemperatur an. Verantwortlich dafür ist vor allem das Hormon Progesteron. Wenn ausreichend Progesteron produziert wird, bleibt die Temperatur hoch. Das ist bei einer Schwangerschaft der Fall. Tritt keine Schwangerschaft ein, fällt die Temperatur wieder ab.

Doch Achtung: Die Temperatur steigt bei vielen Frauen erst kurz nach dem Eisprung an. Die höchste Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden, ist jedoch an den 2 Tagen vor dem Eisprung und am Tag des Eisprungs selbst. Bestenfalls kombinierst du diese Temperaturmethode also mit einer anderen Methode zur Bestimmung des Eisprungs. Nur so kannst du dir ganz sicher sein.

 

2. Die veränderte Konsistenz deines Zervixschleims

 

Die Konsistenz deines Gebärmutterhalsschleims, liefert dir wichtige Hinweise auf deine Fruchtbarkeit. Charakteristisch für die fruchtbaren Tage ist ein spinnbarer Zervixschleim. Er ist leicht verflüssigt, zumeist klar und hell. Wenn du ihn zwischen deinen Finger verreibst und die Finger dann auseinanderbewegst, ziehst du Fäden. Verantwortlich hierfür ist ein höherer Wassergehalt des Schleims. Nach dem Eisprung sinkt dieser Wassergehalt und der Zervixschleim wird wieder cremiger. Ähnlich wie bei der Temperaturmethode ist auch die Beobachtung des Gebärmutterhalsschleims allein nicht ausreichend. Wenn du diese Methode jedoch mit der Temperaturmethode verbindest, wirst du mit ein bisschen Übung gut erkennen, ob und wann dein Eisprung stattfindet.

 

3. Ein weicher Muttermund beim Eisprung

 

Der Muttermund ist der untere Teil deiner Gebärmutter. Er verbindet quasi deine Vagina mit der Gebärmutter. Durch seine Öffnung gelangen die Spermien zur Eizelle. Die Durchlässigkeit des Muttermunds ändert sich im Verlauf deines Zyklus. Zum Eisprung öffnet sich der Muttermund und wird weicher. Nach dem Eisprung wird er fester und schließt sich. Diese Veränderungen bemerkst du aber nur im Zyklusverlauf. Am besten tastest du deinen Muttermund also täglich ab und vermerkst das Ergebnis genau wie die Konsistenz deines Zervixschleims und deine Temperatur in einem Notizbuch, auf einem Zyklusblatt oder nutzt eine App.

 

4. Der Mittelschmerz

 

Nicht alle Frauen kennen den Mittelschmerz. Es handelt sich hier um ein Ziehen oder Stechen im Rückenbereich oder im unteren Bauch. Ein spürbarer Mittelschmerz kann zudem einige Tage vor und einige Tage nach dem Eisprung auftreten. Dieses Anzeichen solltest du also nur als Ergänzung zu den übrigen Symptomen sehen.

 

5. Eisprung – die Brüste spannen

 

Auch dieses Anzeichen entdecken nicht alle Frauen. Einige merken jedoch, dass die Brüste rund um den Eisprung praller und fester sind. Spannungsgefühle sind dann keine Seltenheit. Bei einigen Frauen deuten spannende Brüste jedoch auch auf die nahende Menstruation hin. Also auch hier kein sicheres Symptom!

 

6. Die Ovulationsblutung

 

Eine Ovulationsblutung wird durch einen Abfall des Östrogenspiegels hervorgerufen. Diese Blutung ist sehr viel schwächer als eine richtige Menstruationsblutung und tritt nur sehr selten auf. Wenn du eine Ovulationsblutung hast, kannst du sie natürlich nutzen, um deinen Eisprung zu bestimmen.

 

7. Der Ovulationstest schlägt an

 

Viele Frauen nutzen Ovulationstests*, um den Eisprung zu bestimmen. Das funktioniert jedoch nicht immer zuverlässig. Ovulationstests messen den Spiegel des luteinisierenden Hormons (LH). Dieser Hormonwert kann jedoch im Tagesverlauf stark schwanken, sodass das Ergebnis nicht immer verlässlich ist. Ich würde den Ovulationstest also nur als ergänzende Hilfe sehen.

 

Fazit

Eisprung erkennen

 

Ein Eisprung liegt mit großer Wahrscheinlichkeit dann vor, wenn

  • du einen Mittelschmerz verspürst
  • die Brüste spannen
  • deine Basaltemperatur ansteigt (um mind. 0,2°C)
  • dein Zervixschleim dünner, klar und spinnbar ist
  • der Muttermund weich und geöffnet ist
  • du eine Ovulationsblutung hast
  • der Ovulationstest anschlägt

 

Weißt du immer genau, wann dein Eisprung ist? Welche Methoden nutzt du, um deinen Zyklus zu beobachten? Schreib mir wie immer gerne deine Erfahrungen in das Kommentarfeld.

*Dieser Text enthält Affiliate-Links. Wenn du darüber einen Kauf tätigst, unterstützt du meine Arbeit. Natürlich kostet dich das keinen Cent mehr. Danke!

Katrin Schumann

Katrin Schumann ist Expertin für Frauengesundheit und Heilpraktikerin mit eigener Praxis im Ruhrgebiet. Ihr Ziel ist es mit der Gesundheitsrevolution Frauengesundheit 2.0 Frauen dabei zu unterstützen, ihren Körper besser zu verstehen. Im Fokus steht die Selbstermächtigung jeder Frau und das vermitteln von Wissen, um die eigene Gesundheit aktiv gestalten zu können. Zu den Fachgebieten der Autorin gehören die ganzheitliche Frauenheilkunde, das Hormonsystem inkl. hormoneller Beschwerden und die alternative Monatshygiene sowie die natürliche Verhütung.
Katrin Schumann