Juni 9, 2021

Zwischenblutungen – das steckt dahinter

Kennst du das? Du gehst zur Toilette, noch gar nichts böses ahnend...putzt nach dem Toilettengang mit dem Klopapier ab und da ist es – Blut. Erstmal ein kleiner Schreck, denn die Periode ist doch eigentlich noch gar nicht im Anmarsch. Aber keine Sorge, in den meisten Fällen verbergen sich hinter Zwischenblutungen keine ernsthaften Erkrankungen. Sehr wohl kann aber ein hormonelles Ungleichgewicht Schuld an deiner Zwischenblutung sein. Deshalb lohnt es sich in jedem Fall den Ursachen der Zwischenblutung nachzugehen.

Zwischenblutung – was ist das eigentlich?

Eine Zwischenblutung ist eine Blutung aus der Gebörmutter, die zwischen zwei Periodenblutungen stattfindet.Regelmässig auftretende Schmierblutungen werden den Zyklusstörungen zugeordnet. Im Vergleich zur normalen Menstruationsblutung ist die Zwischenblutung weniger stark. Finden sich nur ganz leichte Blutflecken oder bräunliche / rötliche Streifen im Slip, spricht man auch von Spotting oder Schmierblutungen. Zwischenblutungen können aber auch deutlich stärker ausfallen und ebenfalls wie die Menstruationsblutung mit Krämpfen einhergehen. Unabhängig von der Stärke solltest du beim ersten Auftreten einer Zwischenblutung auf jeden Fall deine Frauenärztin aufsuchen.

Zwischenblutung – mögliche Ursachen

Die Ursachen von Zwischenblutungen sind sehr vielseitig. Bei jüngeren Mädchen sind sie nach dem Auftreten der ersten Regelblutung sehr häufig zu sehen. Das ist ganz normal, schließlich muss sich der Zyklus erst einspielen. Auch im Rahmen der Wechseljahre kommt es aufgrund der hormonellen Umstellung öfter zu Zwischenblutungen.

Zwischenblutungen und Pille

Wusstest du eigentlich, dass du während der Pilleneinnahme normalerweise keine Periode hast? Pillen mit Östrogenen und Gestagenen als Wirkstoff unterdrücken den Eisprung. Auch bei einigen Minipillen ist das so. Die Blutung, die in der Pillenpause auftritt, ist eine reine entzugsblutung durch den vorübergehenden entzug der hormone.

Zwischenblutungen zum eisprung

Leichte Blutungen können auch rund um den Eisprung auftreten. Sie werden auch als Mittelblutung bezeichnet. Oft sind diese Blutungen mit einem leichten bis mittelstarken Schmerz, dem sogenannten Mittelschmerz verbunden. Verursacht wird diese Zwischenblutung durch das Absinken des Östrogenspiegels vor dem Eisprung. Im Normalfall hat diese Blutung keinen Krankheitswert. Sie kann aber Zeichen einer Östrogendominanz sein. Lade dir gerne meinen kostenlosen Hormonselbsttest herunter. Hier kannst du schauen, ob du möglicherweise noch mehr Symptome einer Östrogendominanz hast.

Schmierblutungen in der zweiten zyklushälfte

Treten die Zwischenblutungen vor allem in der zweiten Zyklushälfte auf, verbirgt sich dahinter meistens ein Progesteronmangel. Nach dem Eisprung entsteht aus dem geplatzten Eibläschen der Gelbkörper. Dieser bildet in kleinen Mengen Östrogene und in größeren Mengen Progesteron. Bei einer Gelbkörperschwäche kann der Gelbkörper dieser Aufgabe nicht ausreichend nachkommen. Infolge kommt es zu einem Progesteronmangel. Dieser Progesteronmangel kann zu einer verkürzten zweiten Zyklushälfte und / oder zu Zwischenblutungen führen. Eine Gelbkörperschwäche kann zudem Ursache früher Fehlgeburten sein. Solltest du also unter Zwischenblutungen in deiner zweiten Zyklushälfte leiden, lohnt es sich in jedem Fall einen Blick auf deine Hormone zu werfen. Sprich deine Gynäkologin darauf an oder teste deine Hormone mit einem Hormonspeicheltest.

Schmierblutungen bei Schilddrüsenunterfunktion

Hinter einer Zwischenblutung kann sich aber nicht nur ein Ungleichgewicht deiner Geschlechtshormone verbergen. Auch bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) können Zwischenblutungen auftreten. Hast du eine bekannte Schilddrüsenunterfunktion, solltest du deine Schilddrüsenhormone bei deiner Ärztin checken lassen. Du weißt nicht, ob du eine Schilddrüsenunterfunktion hast? Zu den häufigsten Symptomen der Hypothyreose gehören unter anderem:

  • schnelles Frieren
  • Gewichtszunahme / erschwertes Abnehmen
  • Haarausfall
  • depressive Verstimmungen
  • Antriebslosigkeit
  • Müdigkeit / Erschöpfung
  • Verstopfung

Zwischenblutungen bei anderen erkrankungen

Gutartige Tumore im Genitalbereich können ebenfalls Zwischenblutungen auslösen. Dazu gehören Myome und Polypen. Blutungsstörungen gehören zu den Hauptsymptomen von Myomen. Es handelt sich hierbei um gutartige Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut. Ob Zwischenblutungen bei einem Myom auftreten, hängt von der Größe und der Lokalisation des Tumors ab.

Auch bei der Endometriose gehören Zwischenblutungen zu den möglichen Symptomen. Hier kommt es zu einem vermehrten Wachstum von der Gebärmutterschleimhaut ähnlichem Gewebe außerhalb der Gebärmutter. Leitsymptom der Endometriose sind starke Schmerzen während der Menstruation.

Hast du neben deinen Schmierblutungen (Druck-)Schmerzen im Bereich der Gebärmutter und zudem Fieber, solltest du sofort eine Frauenärztin aufsuchen. Diese Symptome treten bei einer Entzündung der Gebärmutter (Endometritis) auf. Diese Erkrankung muss rasch mit Antibiotika behandelt werden, um Komplikationen zu vermeiden.

In seltenen Fällen kann ein bösartiger Tumor die Ursache der Zwischenblutung sein. Du solltest deshalb immer eine Gynäkologin aufsuchen, um Gebärmutter- oder Gebärmutterhalskrebs auszuschliessen.

Zwischenblutungen und schwanger

Eine Zwischenblutung kann auch eine Schwangerschaft anzeigen. Nach der Befruchtung wandert das befruchtete Ei zur Gebärmutter und nistet sich dort in der Schleimhaut ein. Bei dieser Einpflanzung können kleinere Gefäße beschädigt werden. Dies kann eine leichte Blutung zur Folge haben. Sie wird auch Einnistungsblutung oder Nidationsblutung genannt. Eine Einnistungsblutung tritt etwa 7 bis 12 Tage nach der Befruchtung auf.

Auch in den ersten beiden Trimestern der Schwangerschaft können Zwischenblutungen auftreten. Auslöser ist hier zumeist die hormonelle Umstellung. In den meisten Fällen sind frühe Schmierblutungen harmlos. Du solltest aber natürlich in jedem Fall mit deiner Hebamme und Gynäkologin darüber sprechen.

Auch bei der Endometriose gehören Zwischenblutungen zu den möglichen Symptomen. Hier kommt es zu einem vermehrten Wachstum von der Gebärmutterschleimhaut ähnlichem Gewebe außerhalb der Gebärmutter. Leitsymptom der Endometriose sind starke Schmerzen während der Menstruation.

Hast du neben deinen Schmierblutungen (Druck-)Schmerzen im Bereich der Gebärmutter und zudem Fieber, solltest du sofort eine Frauenärztin aufsuchen. Diese Symptome treten bei einer Entzündung der Gebärmutter (Endometritis) auf. Diese Erkrankung muss rasch mit Antibiotika behandelt werden, um Komplikationen zu vermeiden.

In seltenen Fällen kann ein bösartiger Tumor die Ursache der Zwischenblutung sein. Du solltest deshalb immer eine Gynäkologin aufsuchen, um Gebärmutter- oder Gebärmutterhalskrebs auszuschliessen.

Zwischenblutungen – ist der stress schuld?

Tatsächlich können Zwischenblutungen ein Zeichen für zu viel Stress sein. Eigentlich ziemlich clever von deinem Körper, dich auf diesem Weg darauf aufmerksam zu machen oder? Dein Zyklus ist ein guter Indikator für dein Stresslevel. Starke Emotionen wie Wut oder Trauer oder aber eben eine zu hohe Belastung können deinen Zyklus ordentlich durcheinander bringen. Treten stressbedingte Zwischenblutungen auf, solltest du also im nächsten Zyklus besser auf dich achten!

Zwischenblutung – was tun?

Um deine Zwischenblutungen wirklich nachhaltig loszuwerden musst du wissen, woher die Blutungen kommen. Du kannst also erstmal über ein oder zwei Zyklen beobachten, wann die Blutungen überhaupt auftreten. Der Zeitpunkt hilft dir schon, eine mögliche Ursache zu finden. Sprich mit deiner Gynäkologin und lass in jedem Fall einen Ultraschall durchführen. Finden sich dabei keine weiteren Hinweise, kann ein Hormontest sinnvoll sein. Denn in vielen Fällen verbirgt sich hinter den Zwischenblutungen ein Progesteronmangel / eine Östrogendominanz. Allgemein hormonregulierende Pflanzen wie der Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) können deinen natürlichen Zyklus in diesem Fall zusätzlich unterstützen. 

Das Wichtigste auf einen Blick

Zwischenblutungen sind Blutungen, die zwischen zwei Perioden auftreten. In den meisten Fällen sind sie harmlos. Du solltest sie aber auf jeden Fall von deiner Gynäkologin abklären lassen. Treten die Blutungen häufiger auf, lohnt es sich, nach der Ursache zu suchen. Häufig sind Hormonstörungen für die Zwischenblutungen verantwortlich.

Über die Autorin dieses Artikels

Katrin Schumann

Katrin Schumann ist Heilpraktikerin und Expertin für Frauengesundheit. Sie unterstützt Frauen dabei, ihren eigenen Weg zu mehr Weiblichkeit, Gesundheit und Wohlbefinden zu gehen. Dabei zeigt sie Alternativen zur Pille als Patentlösung auf. Ihr Anliegen ist es, Frauen Wissen über ihren Körper zu vermitteln, damit sie freie und eigenständige Entscheidungen treffen können. Mehr über Katrin Schumann erfahren

Das könnte dich auch interessieren

Hinterlass gerne einen Kommentar

Your email address will not be published. Required fields are marked

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}