Unerfüllter Kinderwunsch, eine sehr starke und schmerzhafte Periode oder auch Erkrankungen wie Endometriose oder PCOS – all diese Beschwerden bringen wir oft schnell mit dem Hormonsystem in Verbindung. Doch hormonelle Störungen können weit mehr Symptome hervorrufen. Viele Östrogenmangel Symptome oder Cortisol Mangel Symptome erscheinen auf den ersten Blick ganz weit weg vom Thema Hormonsystem. Doch wusstest du, dass beispielsweise auch Gelenkschmerzen eine hormonelle Ursache haben können? Nein? Dann lies dir diesen Blogpost durch und erfahre mehr über die Symptome einer Hormonstörung bei Frauen.

 

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Hormonstörung – was ist das?

 

Hormone spielen in unserem Körper für die Übermittlung diverser Botschaften eine wichtige Rolle. Sie regulieren zum Beispiel das Wachstum, nehmen Einfluss auf die körperliche und geistige Entwicklung oder beeinflussen unsere Sexualität. Dabei sind alle Hormone und ihre Konzentration fein aufeinander abgestimmt. Wie in einem Uhrwerk greift Zahnrädchen für Zahnrädchen ineinander und der Laden läuft. Doch schon kleinste Abweichungen vom Normalzustand können dazu führen, dass die Uhr stehenbleibt oder falsch geht. Ist dies im Hormonsystem der Fall, spricht man von einer Hormonstörung oder einem Hormonungleichgewicht. Gerät das Hormonsystem aus der Balance, kann dies entsprechend der vielseitigen Aufgaben der Hormone auch viele verschiedene Symptome hervorrufen. 

 

Gewichtszunahme durch Hormonstörung

 

Ein sehr häufiges und auch sehr lästiges Symptom einer Hormonstörung ist die unerwünschte Gewichtszunahme. Vielleicht kennst du folgende Situation: Du ernährst dich wie immer oder achtest vielleicht sogar besonders auf eine ausgewogene Ernährung und nimmst trotzdem immer weiter zu? Vielleicht hast du sogar schon Angst auf die Waage zu steigen, weil sich wieder ein paar Kilogramm dazugemogelt haben? Eine Gewichtszunahme von mehreren Kilogramm innerhalb weniger Monate ist zum Beispiel typisch für eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). Auch bei einer Östrogendominanz kann es sein, dass du ständig an Gewicht zulegst. Frauen mit Übergewicht weisen zudem oft weitere Symptome einer Nebennierenschwäche auf.

 

Übermässiges Schwitzen

 

Übermässiges Schwitzen ist auch ein sehr unangenehmes Symptom einer Hormonstörung. Die betroffenen Frauen schwitzen bereits bei der kleinsten Anstrengung oder sogar aus heiterem Himmel heraus bei kalten Temperaturen. Innerhalb kurzer Zeit bilden sich große Schweißflecken. Auch in der Nacht können solche Schwitzattacken auftreten. Diese können so heftig sein, dass Bettwäsche und Nachtbekleidung gewechselt werden müssen. Übrigens treten solche Hitzewallungen mit starker Schweißbildung keinesfalls nur in den Wechseljahren auf. Sie können Zeichen einer Östrogendominanz sowie eines Östrogenmangels sein und/oder auf einen Progesteronmangel hindeuten. Ich kenne so starkes Schwitzen vor allem aus der Zeit des Wochenbetts. Super unangenehm, wenn mitten im Winter der Schweiß einfach so von der Stirn tropft.

 

Libidoverlust durch hormonelle Imbalance

 

OK, es wird nicht wirklich besser. Libidoverlust ist ein Symptom, unter dem die betroffenen Frauen besonders leiden. Besonders schlimm wird es, wenn nicht nur die Lust fehlt, sondern wenn jede Berührung durch den Partner als unangenehm empfunden wird. Dazu gesellt sich häufig das schlechte Gewissen, denn nicht selten fühlt sich der Partner abgelehnt und zweifelt an sich selbst. Besteht die sexuelle Unlust über einen längeren Zeitraum, kann das sogar die Partnerschaft gefährden. Libidoverlust tritt unter anderem bei einer Östrogendominanz auf. Ganz besonders häufig leiden jedoch Frauen unter dem Verlust ihrer Libido, die die Pille einnehmen. Kein Wunder, denn Libidoverlust ist eine der häufigsten Nebenwirkungen der Pille.

 

Haarausfall bei Frauen

 

Neben Nährstoffmangel ist eine Hormonstörung die häufigste Ursache für Haarausfall bei Frauen. Viele Frauen leiden durch die hormonelle Umstellung zum Beispiel unter Haarausfall nach der Geburt. Auch bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) oder bei zu viel Testosteron im Blut fallen die Haare schneller aus und wachsen zudem langsamer nach. Haarausfall kann ebenso Symptom einer Nebennierenschwäche sein. Viele Frauen klagen besonders über Haarausfall bei Stress. Schuld ist hier das Hormon Cortisol.

 

Müdigkeit und Erschöpfung

 

Müdigkeit und Erschöpfung sind sehr häufig Symptom einer Hormonstörung. Natürlich bist du müde, wenn du zu wenig geschlafen hast. Doch was ist, wenn du 8 Stunden Schlaf hattest und trotzdem erschöpft aufwachst? Oder wenn dich selbst kleine Aktivitäten so sehr anstrengen, dass du den Rest des Tages auf der Couch chillen musst? Vielleicht kennst du auch ein Mittagstief, wo dir der Kopf vor Müdigkeit fast auf den Tisch fällt? Das ist nicht normal und keinesfalls gesund, sondern deutet auf eine Hormonstörung hin. In den meisten Fällen ist bei ausgeprägter Müdigkeit und Erschöpfung die Nebenniere nicht in Ordnung.

 

Unreine Haut / Hautbeschwerden bei hormonellen Störungen

 

Dass unsere Hormone Einfluss auf den Hautzustand haben, weiß jede Frau, die kurz vor ihrer Periode lästige Pickel im Gesicht bekommt. In der Haut gibt es Rezeptoren, also Andockstellen, für verschiedene Hormone. Fällt der Östrogenspiegel zum Ende des Zyklus ab, erhöht sich die Talgproduktion: Pickelalarm! Auch erhöhte Testosteronspiegel sowie ein Progesteronmangel können zu einem schlechten Hautbild führen. Fehlt deinem Körper Cortisol, neigst du vermutlich zu Entzündungen. Bei einer Nebennierenschwäche mit Cortisolmangel treten deshalb ebenfalls häufig Hautbeschwerden auf.

 

Verdauungsprobleme durch hormonelles Ungleichgewicht

 

Die Verdauung bringt man auf den ersten Blick sicher nicht mit Hormonen in Verbindung. Doch vielleicht leidest du auch während deiner Menstruation unter Durchfall? In der Schwangerschaft haben hingegen viele Frauen mit Verstopfung zu tun. Also beeinflussen Hormone doch den Darm? Tatsächlich beeinflussen nicht nur die Hormone den Darm, sondern der Darm spielt auch eine Rolle für das hormonelle Gleichgewicht. Eine Studie der Professorin Barbara Obermayer-Pietsch zeigte zum Beispiel, dass die Zahl und die Art der Bakterien im Darm im Zusammenhang mit den Beschwerden beim Polyzystischen Ovar-Syndrom (PCOS) stehen. Ein gesunder Darm ist also wichtig für ein gesundes Hormonsystem. Umgekehrt ist das hormonelle Gleichgewicht aber auch von Bedeutung für die Darmfunktion. Das Hormon Estriol ist beispielsweise für gesunde Schleimhäute verantwortlich. Ein Estriolmangel beeinträchtigt die Gesundheit der Schleimhäute. Eine angegriffene Darmschleimhaut kann zu Verdauungsbeschwerden führen. Cortisol schützt vor Entzündungen. Ein Cortisolmangel begünstigt zum Beispiel die Entstehung eines löchrigen Darms (Leaky gut Syndrom).

 

Symptome Hormonstörung

 

Weitere Symptome einer Hormonstörung

 

Die oben genannten Symptome treten bei Hormonstörungen häufig auf. Sie sind aber natürlich nicht die einzigen Symptome, die auf eine Hormonstörung bei Frauen hinweisen können. Weitere Anzeichen einer Hormonstörung sind:

  • sämtliche Menstruationsbeschwerden und PMS-Symptome (z.B. Brustspannen, Gereiztheit, Heißhunger)
  • zu lange oder zu kurze Zyklen sowie unregelmäßige Zyklen
  • Unfruchtbarkeit / Infertilität
  • männliches Behaarungsmuster bei Frauen
  • Kopfschmerzen / Migräne
  • Schlafstörungen (Ein- und Durchschlafstörungen)
  • Muskelschwäche
  • ungewollter Gewichtsverlust
  • Gelenkschmerzen
  • Wassereinlagerungen
  • Depressionen und depressive Verstimmungen
  • Angst bis hin zu Panikattacken

 

 

Symptome einer Hormonstörung – was nun?

 

Dir kommen einige der oben genannten Symptome bekannt vor? Dann kann es gut sein, dass dein Hormonsystem aus dem Gleichgewicht geraten ist. Welche Hormone betroffen sind, kann dir ein Hormonspeicheltest verraten. Wenn du weißt, worin genau deine Hormonstörung besteht, kannst du sie gezielt angehen. Es gibt jedoch auch einige Behandlungsmöglichkeiten, die dir unabhängig von der Art der Hormonstörung immer gut tun. Dazu gehören:

  • eine ausgewogene Kost, die deinen Körper nährt und dich mit allen wichtigen Nähr- und Vitalstoffen versorgt
  • ausreichend Schlaf
  • ein gesundes Stressmanagement

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Katrin Schumann

Katrin Schumann ist Expertin für Frauengesundheit und Heilpraktikerin mit eigener Praxis im Ruhrgebiet. Ihr Ziel ist es mit der Gesundheitsrevolution Frauengesundheit 2.0 Frauen dabei zu unterstützen, ihren Körper besser zu verstehen. Im Fokus steht die Selbstermächtigung jeder Frau und das vermitteln von Wissen, um die eigene Gesundheit aktiv gestalten zu können. Zu den Fachgebieten der Autorin gehören die ganzheitliche Frauenheilkunde, das Hormonsystem inkl. hormoneller Beschwerden und die alternative Monatshygiene sowie die natürliche Verhütung.
Katrin Schumann